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Epitheldickenmessung mit OCT: Was sie bei Keratokonus, Sklerallinsen und erkrankter Augenoberfläche zeigt

Der Augenoptikermeister

Epitheldickenmessung mit OCT: Was sie bei Keratokonus, Sklerallinsen und erkrankter Augenoberfläche zeigt

Anonymisierte OCT-Epitheldickenkarte mit regional unregelmäßiger Epithelverteilung

Bei einer Kontaktlinsenanpassung betrachten wir nicht nur die Form der Hornhaut. Wir möchten auch verstehen, wie diese Form zustande kommt. Genau dabei hilft die Epitheldickenmessung mit OCT.

Das Hornhautepithel ist die äußerste Zellschicht der Hornhaut. Im Zentrum ist es meist nur ungefähr 50 Mikrometer dick. Trotzdem ist es optisch und diagnostisch hochinteressant: Das Epithel kann seine Dicke örtlich verändern und dadurch Unregelmäßigkeiten des darunterliegenden Hornhautstromas teilweise ausgleichen. Eine scheinbar gleichmäßige Oberfläche kann deshalb über einer deutlich unregelmäßigen tieferen Hornhautstruktur liegen.

In Hochheim führen wir die Epitheldickenmessung mit unserem REVO 60 Vorderabschnitts-OCT durch. Das System stellt die Dicke der gesamten Hornhaut sowie separate Karten von Epithel und Stroma dar. Für mich ist das ein wichtiges zusätzliches Messwerkzeug bei Keratokonus, irregulären Hornhäuten, neurologisch oder neurotroph bedingten Hornhautproblemen und anspruchsvollen Spezialkontaktlinsen- und Sklerallinsenanpassungen.

Kurz gesagt: Die Hornhauttopographie zeigt die Form der Oberfläche. Die Epitheldickenkarte zeigt, wie die oberste Hornhautschicht versucht, diese Form auszugleichen. Erst gemeinsam entsteht ein differenzierteres Bild.

Das Epithel ist kein passiver Überzug

Das Hornhautepithel wird ständig erneuert. Es reagiert auf die darunterliegende Hornhautform, auf mechanische Einflüsse, den Tränenfilm, Erkrankungen und auch auf das Tragen von Kontaktlinsen. Bei einer lokalen Vertiefung kann es dicker werden, über einer Vorwölbung dagegen dünner. Auf diese Weise glättet es die optische Vorderfläche der Hornhaut zumindest teilweise.

Diese Anpassungsfähigkeit ist nützlich, kann bei der Beurteilung der Hornhaut aber auch Informationen verdecken. Eine normale Pachymetrie- oder Topographiekarte trennt nicht automatisch, welcher Anteil einer Auffälligkeit aus dem Stroma und welcher aus dem Epithel stammt. Die OCT-basierte Segmentierung ergänzt deshalb eine Information, die wir mit der reinen Oberflächenform nicht erhalten.

Was die Epitheldickenkarte bei Keratokonus zeigen kann

Bei Keratokonus ist das Epithel über dem Bereich der stärksten Vorwölbung häufig dünner. Rund um diesen Bereich kann es verdickt sein. In typischen Fällen entsteht dadurch ein ringförmiges Muster, das in der Fachliteratur gelegentlich als „Donut-Muster“ beschrieben wird.

Dieses Muster ist jedoch kein alleiniger Keratokonusnachweis. Je nach Lage und Stadium des Keratokonus kann es weniger deutlich, dezentriert oder unregelmäßig sein. Auch Messartefakte, eine instabile Benetzung oder vorausgegangenes Kontaktlinsentragen können die Karte beeinflussen.

Der praktische Wert liegt daher nicht in einem einzelnen farbigen Bild, sondern im Zusammenhang:

  • Passt die Epitheldickenverteilung zur Topographie oder Tomographie?
  • Liegt eine lokale Ausdünnung über dem steilsten Hornhautbereich?
  • Kompensiert das Epithel möglicherweise eine stromale Unregelmäßigkeit?
  • Könnte die gemessene Oberflächenform durch vorausgegangenes Kontaktlinsentragen beeinflusst sein?
  • Verändert sich das Muster im standardisiert erhobenen Verlauf?

OCT-basierte Epithelkarten können die Erkennung und Einordnung eines Keratokonus unterstützen. Die Diagnose und insbesondere die Beurteilung einer Progression gehören aber in die augenärztliche Gesamtdiagnostik. Eine Epithelkarte allein beweist weder einen Keratokonus noch dessen Fortschreiten.

Nicht nur Keratokonus: die gefährdete Augenoberfläche

Bei vielen unserer Sklerallinsenversorgungen steht nicht allein die optische Korrektur im Vordergrund. Es geht ebenso darum, eine empfindliche oder vorgeschädigte Hornhautoberfläche zu schützen, ein kontinuierliches Flüssigkeitsreservoir über der Hornhaut zu schaffen und Veränderungen früh zu erkennen.

Das betrifft unter anderem neurologisch oder neurotroph bedingte Hornhautprobleme, persistierende oder wiederkehrende Epitheldefekte, rezidivierende Hornhauterosionen, ausgeprägte Keratitis punctata superficialis und ausgewählte Ulkussituationen. Hier liefert die Epitheldickenmessung eine andere Art von Information als bei einer rein refraktiven Anpassung: Sie kann helfen, Verteilung und Unregelmäßigkeit des Epithels zu dokumentieren und im Verlauf mit den übrigen Befunden abzugleichen.

Neuropathische Epitheliopathie und neurotrophe Keratopathie

Die Hornhautnerven sind an der Erhaltung und Heilung des Epithels beteiligt. Bei einer neurotrophen Keratopathie kann die Hornhautsensibilität deutlich reduziert sein. Dadurch können Epithelschäden fortbestehen oder fortschreiten, obwohl Betroffene erstaunlich wenig Schmerzen angeben. Gerade bei diesen Augen darf eine fehlende Beschwerde nicht mit einem unauffälligen Befund gleichgesetzt werden.

Eine Sklerallinse kann in ausgewählten Fällen die empfindliche Oberfläche vor Lidreibung schützen und durch ihr Flüssigkeitsreservoir unterstützen. Die bisherige Evidenz beruht jedoch überwiegend auf Fallserien und klinischen Erfahrungsberichten. Entscheidend sind deshalb die augenärztliche Therapieplanung, eine klare Trageanweisung und engmaschige, aktiv terminierte Kontrollen. Neben der Epitheldickenkarte gehören insbesondere Spaltlampenbefund, Fluoreszeinfärbung und die Prüfung der Hornhautsensibilität zur Einordnung.

Praxisbeispiel: Warum der zentrale Wert nicht reicht

Bei einer neuropathischen Epitheliopathie kann die Verteilung wesentlich aufschlussreicher sein als ein einzelner Mittel- oder Zentralwert. In der folgenden Messung beträgt der zentrale Epithelwert 49 Mikrometer. Erst die vollständige Karte zeigt die ausgeprägte regionale Unregelmäßigkeit: deutlich dünnere Bereiche liegen unmittelbar neben verdickten Zonen. Die gleichzeitig erhobene Pachymetriekarte der gesamten Hornhaut lässt dieses epitheliale Muster sehr viel weniger deutlich erkennen.

Anonymisierte Gegenüberstellung von Pachymetrie und Epitheldickenkarte bei neuropathischer Epitheliopathie

Anonymisierte REVO-60-Auswertung bei neuropathischer Epitheliopathie. Links ist die Gesamtdicke der Hornhaut dargestellt, rechts die Verteilung der Epitheldicke. Die Karte wird nur zusammen mit OCT-Einzelschnitten, Spaltlampenbefund, Fluoreszeinfärbung, Hornhautsensibilität und Verlauf interpretiert.

Die Farbzonen belegen für sich allein weder die Ursache der Veränderung noch einen mechanischen Druck durch eine Kontaktlinse. Bei einem geschädigten oder offenen Epithel kann außerdem die automatische Schichtsegmentierung an ihre Grenzen kommen. Auffällige Bereiche müssen deshalb in den zugehörigen B-Scans kontrolliert und mit dem klinischen Befund abgeglichen werden.

Rezidivierende Hornhauterosionen

Bei rezidivierenden Hornhauterosionen kann die Störung des Epithels größer sein als der Bereich, der bei einer einzelnen Fluoreszeinfärbung sichtbar wird. Neuere Untersuchungen zeigen, dass OCT-basierte Epitheldicken- und Irregularitätskarten zusätzliche betroffene Zonen darstellen und Veränderungen nach Abheilung dokumentieren können.

Für uns ist das besonders im Verlauf interessant: Wo bleibt die Epithelverteilung unregelmäßig? Stabilisiert sich die Oberfläche? Stimmen Karte, Beschwerden, Fluoreszeinbild und klinischer Verlauf miteinander überein? Eine Epitheldickenkarte ersetzt weder die Diagnose der Ursache noch die Entscheidung über eine medikamentöse, operative oder kontaktlinsengestützte Behandlung.

Keratitis punctata superficialis

Bei einer Keratitis punctata superficialis zeigen sich zahlreiche kleine oberflächliche Epithelläsionen. Ihre Verteilung und Färbbarkeit werden primär an der Spaltlampe mit Fluoreszein beurteilt. Die Epitheldickenmessung kann die Gesamtsituation ergänzen, bildet aber nicht automatisch jede einzelne punktförmige Läsion ab.

Wichtig ist deshalb die gemeinsame Betrachtung: Beschwerden, Tränenfilm, Lidrand, Medikamente, Fluoreszeinmuster, Hornhautsensibilität, Kontaktlinsensitz und standardisierte OCT-Verlaufskontrollen. Erst daraus ergibt sich, ob eine Sklerallinse schützt, verändert werden muss oder vorübergehend nicht getragen werden sollte.

Epitheldefekte, Ulzera und Infektionsverdacht

Bei einem aktiven Hornhautulkus oder dem Verdacht auf eine infektiöse Keratitis steht nicht die Kontaktlinsenanpassung, sondern die sofortige augenärztliche Diagnostik und Therapie im Vordergrund. Eine Epitheldickenkarte kann weder sicher zwischen sterilem und infektiösem Geschehen unterscheiden noch einen mikrobiologischen Befund ersetzen. Bei offenen Defekten kann zudem die automatische Schichtsegmentierung unzuverlässig sein.

Therapeutische Sklerallinsen werden in spezialisierten medizinischen Protokollen auch bei hartnäckigen Epitheldefekten eingesetzt. Das Flüssigkeitsreservoir und der mechanische Schutz können die Re-Epithelisierung unterstützen. Gleichzeitig ist das Infektionsrisiko ernst zu nehmen: Kontinuierliches oder nächtliches Tragen, Medikamente im Reservoir oder eine Versorgung bei Ulzera gehören ausschließlich in einen ausdrücklich augenärztlich festgelegten Behandlungsplan mit strenger Hygiene und kurzen Kontrollintervallen.

Gerade bei einer verminderten Hornhautsensibilität ist verbindliche Nachsorge unverzichtbar: Wenn das natürliche Warnsignal Schmerz fehlt, müssen objektive Befunde und fest vereinbarte Kontrollen diese Sicherheitslücke mit auffangen.

Warum die Messung für Spezialkontaktlinsen und Sklerallinsen wichtig ist

1. Ausgangslage differenzierter dokumentieren

Vor einer komplexen Anpassung hilft eine Epitheldickenkarte, die Hornhaut nicht nur als Gesamtform zu betrachten. Gerade bei Keratokonus, nach Hornhautoperationen oder bei irregulären Narben kann die zusätzliche Trennung von Epithel und Stroma erklären, weshalb Topographie, Refraktion und Sehqualität nicht immer auf den ersten Blick zusammenpassen.

2. Kontaktlinsenbedingte Formveränderungen mitbedenken

Lang getragene formstabile oder weiche Kontaktlinsen können die Hornhautform und die Epithelverteilung beeinflussen. In der Fachliteratur werden bei kontaktlinsenbedingtem Warpage andere Beziehungen zwischen topographischer Steilheit und Epithelverteilung beschrieben als bei einem typischen Keratokonus. Die Karte kann deshalb bei der Frage helfen, ob eine auffällige Oberflächenform vorsichtig als krankheitsbedingt oder möglicherweise als kontaktlinsenbeeinflusst eingeordnet werden sollte.

Auch hier gilt: Das Ergebnis ist ein Hinweis, keine automatische Entscheidung. Tragehistorie, Linsenpause, Vergleichsmessungen und augenärztliche Befunde müssen einbezogen werden.

3. Veränderungen unter einer Kontaktlinse erkennen

Studien zeigen, dass unterschiedliche Kontaktlinsentypen mit messbaren Unterschieden der Epitheldicke verbunden sein können. In einer kleinen Untersuchung unterschieden sich nach 30 bis 75 Minuten auch die Epithelmesswerte mit aufgesetzter Sklerallinse von den Werten ohne Linse. Ob solche kleinen Differenzen eine kurzfristige Gewebereaktion, veränderte Messbedingungen oder Segmentierungseffekte widerspiegeln, ist damit noch nicht abschließend geklärt. Wie ein einzelner Messunterschied zu bewerten ist, hängt von vielen Faktoren ab: Ausgangserkrankung, Tragedauer, Linsengeometrie, Flüssigkeitsreservoir, Messzeitpunkt und Qualität der Segmentierung.

Für die Praxis bedeutet das: Eine auffällige Veränderung ist ein Anlass, genauer hinzusehen. Sie ist für sich allein weder ein Beweis für eine schädliche Druckbelastung noch für eine falsche Sklerallinse.

4. Verlaufskontrollen nachvollziehbarer machen

Der größte Nutzen entsteht häufig im Vergleich. Dafür müssen die Bedingungen möglichst ähnlich sein: dasselbe Gerät, dasselbe Messprotokoll, dokumentierte Kontaktlinsentragezeit beziehungsweise Linsenpause und eine kontrollierte Bildqualität. Nur dann lässt sich sinnvoll beurteilen, ob ein Muster stabil geblieben ist oder sich verändert hat.

5. Anpassentscheidungen besser begründen

Die Epitheldickenkarte kann dazu beitragen, eine Anpassstrategie zu hinterfragen oder zu bestätigen. Sie kann zum Beispiel zeigen, dass eine scheinbar milde Oberflächenunregelmäßigkeit durch epithelialen Ausgleich kaschiert wird. Sie kann auch einen Befund liefern, der vor einer weiteren Anpassänderung augenärztlich abgeklärt werden sollte.

Sie berechnet jedoch keine fertige Spezialkontaktlinse und ersetzt keine Messlinse. Auch eine Freiformsklerallinse wird nicht allein anhand der Epitheldicke geplant.

Die Epitheldickenkarte ist keine Druckkarte der Kontaktlinse

Dieser Punkt ist mir besonders wichtig. Eine farbige Epitheldickenkarte verleitet schnell zu einer zu einfachen Interpretation: dünn bedeutet Druck, dick bedeutet Entlastung. So funktioniert die Hornhaut nicht.

Die gemessene Epitheldicke kann von der stromalen Form, der Erkrankung, der Kontaktlinsenhistorie, dem Tränenfilm, der Messqualität und weiteren biologischen Faktoren beeinflusst werden. Aus einer einzelnen Karte lässt sich deshalb nicht sicher ableiten,

  • wo eine Kontaktlinse mechanisch „zu stark drückt“,
  • ob eine Hornhaut ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurde,
  • ob ein Keratokonus fortschreitet,
  • oder ob eine Sklerallinse insgesamt richtig oder falsch angepasst ist.

Für die Beurteilung einer Sklerallinse kombiniere ich die Epitheldickenmessung deshalb mit Spaltlampenbefund, Fluoreszeinbild, Vorderabschnitts-OCT unter der Linse, Topographie oder Tomographie, Sehschärfe, Überrefraktion, Beschwerden und dem Verhalten nach ausreichender Tragezeit. Bei Auffälligkeiten der Hornhaut oder einem Progressionsverdacht ist die augenärztliche Abklärung entscheidend.

Was das REVO 60 zusätzlich sichtbar macht

Das in Hochheim eingesetzte REVO 60 ist ein Spectral-Domain-OCT. Für den vorderen Augenabschnitt stehen unter anderem Pachymetrie-, Epithel- und Stromakarten sowie Querschnittsaufnahmen zur Verfügung. Damit können wir zwei unterschiedliche Fragen bearbeiten:

  1. Ohne Kontaktlinse: Wie verteilen sich Gesamt-, Epithel- und Stromadicke der Hornhaut?
  2. Mit Sklerallinse: Wie überbrückt die Linse die Hornhaut, wie groß ist das Flüssigkeitsreservoir und wie verhalten sich zentrale, limbale und periphere Bereiche im OCT-Schnitt?
Anonymisierter radialer OCT-Einzelschnitt der Hornhaut

Ein radialer OCT-Einzelschnitt bildet einen der Messmeridiane ab. Solche B-Scans dienen auch dazu, die automatisch erkannten Schichtgrenzen zu kontrollieren, bevor eine Epitheldickenkarte interpretiert wird.

Diese Informationen ergänzen sich, dürfen aber nicht verwechselt werden. Die Epithelkarte beschreibt Gewebedicke. Der OCT-Schnitt mit Sklerallinse beschreibt die räumliche Beziehung zwischen Hornhaut, Flüssigkeitsreservoir und Linse in der jeweiligen Schnittebene. Ein praktisches Beispiel zeigt der Beitrag Wenn die Sklerallinse die Hornhaut berührt: Was nur das OCT sichtbar macht.

Warum ein Messwert nie die Nachsorge ersetzt

Moderne Diagnostik kann eine Anpassung präziser dokumentieren. Sie nimmt uns die klinische Verantwortung aber nicht ab. Ein unauffälliger Ausgangsscan garantiert keine langfristig gute Versorgung, und eine einzelne auffällige Zone bedeutet nicht automatisch, dass die gesamte Kontaktlinse verworfen werden muss.

Deshalb endet eine Spezialkontaktlinsen- oder Sklerallinsenanpassung bei mir nicht mit der Abgabe. Wir kontrollieren Sehqualität, Sitz, Überbrückung, Hornhaut und Bindehaut, Tragezeit, Komfort, Fogging, Handling und Pflege. Je nach Fragestellung ergänzen wir die Verlaufskontrolle durch Topographie, Tomographie oder OCT einschließlich der Epitheldickenmessung.

Fazit

Die Epitheldickenmessung mit OCT macht eine sehr dünne, aber aktive Schicht der Hornhaut sichtbar. Sie hilft uns zu verstehen, wie die Hornhaut ihre eigene Form ausgleicht und weshalb eine reine Oberflächenkarte nicht immer die ganze Geschichte erzählt.

Bei Keratokonus, komplexen Kontaktlinsenanpassungen und Erkrankungen der Augenoberfläche ist sie deshalb ein wertvolles zusätzliches Werkzeug. Bei neurotrophen Verläufen, rezidivierenden Erosionen oder Epitheldefekten gewinnt außerdem die verbindliche Nachsorge besonderes Gewicht. Der Nutzen der Messung entsteht erst durch die fachliche Einordnung und den Vergleich mit den übrigen Befunden. Nicht die eindrucksvollste Karte entscheidet über die Versorgung, sondern das stimmige Gesamtbild am Auge und im Verlauf.

Wer vorhandene Befunde oder eine bisherige Spezialkontaktlinsenversorgung einordnen lassen möchte, kann die Speziallinsen-Anfrage nutzen. Informationen zur Zusammenarbeit mit Augenarztpraxen und Kliniken finden Sie auf der Seite Für Augenärzte und Kliniken.

Hinweis: Dieser Beitrag erklärt den Nutzen der Epitheldickenmessung innerhalb einer spezialisierten Kontaktlinsenanpassung. Er ersetzt keine augenärztliche Diagnose oder Therapieentscheidung. Messwerte und Verläufe müssen immer individuell beurteilt werden.

Fachliche Quellen