Theodor-Stern-Kai 7, Haus 8b 60596 Frankfurt am Main Uniklinik Frankfurt (Augenheilkunde)
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Für Augenärzte und Kliniken

Der Augenoptikermeister

Für Augenärztinnen, Augenärzte, Kliniken und Praxisteams

Spezialkontaktlinsenversorgung als Ergänzung zur augenärztlichen Therapie

Bei Keratokonus, PMD, Zustand nach Keratoplastik, trockenem Auge, neurotropher Keratopathie, Hydrops-Verlauf oder Iris- und Pupillenproblemen kann eine spezialisierte Kontaktlinsenversorgung ein wichtiger Baustein sein. Ich unterstütze bei ausgewählten Fällen mit individueller Diagnostik, Anpassung, Dokumentation und Verlaufskontrolle.

Die Anpassung erfolgt in Hochheim am Main sowie im Kontext meiner Tätigkeit an der Uniklinik Frankfurt. Relevant ist der Standort besonders für Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und das Rhein-Main-Gebiet.

Spezialisiert auf komplexe Hornhäute

Keratokonus, PMD, Keratoplastik, Hornhautnarben und irreguläre Hornhautformen gehören seit Jahren zu meinem Schwerpunkt.

Sklerallinsen und Speziallinsen

Je nach Indikation kommen formstabile Systeme, weiche Speziallinsen, Sklerallinsen oder Iris-Print-/Okklusionslinsen in Betracht.

Fachkreis-Anbindung

Die Versorgung wird fachlich eingeordnet, dokumentiert und bei Bedarf mit vorhandenen augenärztlichen Befunden zusammengeführt.

Wann eine Vorstellung sinnvoll sein kann

Eine Vorstellung ist besonders dann sinnvoll, wenn die refraktive Versorgung nicht mehr stabil gelingt, Standardlinsen nicht toleriert werden oder zusätzlich Schutz, Blendungsreduktion oder ein kontrolliertes Flüssigkeitsreservoir benötigt wird.

Keratokonus / PMD

Wenn Brillenkorrektur nicht mehr ausreicht, formstabile Linsen schwierig sitzen, nach CXL eine stabile optische Versorgung gesucht wird oder eine Sklerallinse geprüft werden soll.

Zustand nach Keratoplastik

Bei irregulärem Astigmatismus, wechselnder Sehqualität, Narben, komplexer Transplantatgeometrie oder hohem Anspruch an eine physiologisch kontrollierte Versorgung.

Schwere Augenoberfläche

Bei ausgeprägtem trockenen Auge, neurotropher Keratopathie, GvHD, rezidivierenden Epitheldefekten oder Bedarf nach einem schützenden Tränenreservoir.

Hydrops-Verlauf

Wenn nach abgeheiltem Hydrops die Hornhautform irregulär bleibt und vor invasiveren Schritten eine kontaktlinsenoptische Rehabilitation geprüft werden soll.

Iris-Print / Okklusion

Bei Blendung, Irisdefekten, traumatischen Veränderungen, Pupillenproblemen, funktioneller Okklusion oder optischer Angleichung.

Wenn Standardwege scheitern

Bei Unverträglichkeit, instabilem Sitz, hohem Leidensdruck, beruflich relevanter Sehqualität oder wenn eine neutrale zweite Einschätzung zur Kontaktlinsenoption hilfreich ist.

Welche Befunde hilfreich sind

Für die erste Einordnung müssen nicht alle Unterlagen vollständig vorliegen. Je besser der Verlauf dokumentiert ist, desto gezielter lässt sich aber entscheiden, ob und mit welchem Linsensystem eine Versorgung sinnvoll geprüft werden kann.

  • Diagnose und bisheriger Verlauf
  • Aktuelle Refraktion und bestkorrigierter Visus
  • Topographie, Tomographie oder Pentacam-Daten
  • Hornhautstatus, Narben, Transplantatstatus, CXL-Verlauf
  • Bisherige Kontaktlinsensysteme und Toleranz
  • Aktuelle Beschwerden, Tragezeiten und Alltagsanforderungen
  • Bei Augenoberfläche: Tränenfilm, Lidrand, Entzündung, Medikation
  • Bei Iris-Print/Okklusion: Pupillenstatus, Blendungsziel, funktioneller Wunsch

Datenschutz bei Befunden

Bitte senden Sie nur Unterlagen, die für die fachliche Einordnung notwendig sind. Patientinnen und Patienten können die strukturierte Anfrage nutzen und dort die relevanten Informationen geordnet einreichen.

Ablauf der Zusammenarbeit

Vorab-Einordnung

Kurze Einordnung über die bestehende Speziallinsen-Anfrage oder direkt per E-Mail, inklusive vorhandener Befunde, Fragestellung und bisheriger Versorgung.

Termin und Vermessung

Anamnese, Refraktion, Hornhaut- und Linseneinschätzung sowie technische Vermessung je nach Fragestellung.

Versorgungsstrategie

Auswahl des passenden Systems: formstabil, weiche Speziallinse, Sklerallinse, Iris-Print-/Okklusionslinse oder gegebenenfalls keine Kontaktlinsenversorgung.

Handling und Trageaufbau

Einweisung in Auf- und Absetzen, Pflege, Tragezeiten, Warnzeichen und realistische Erwartungen an die Eingewöhnung.

Kontrolle und Optimierung

Kontrolle von Sitz, Sehqualität, Hornhautreaktion, Komfort, Tränenreservoir und Alltagstauglichkeit; bei Bedarf Anpassparameter nachjustieren.

Rückmeldung

Bei fachlicher Fragestellung kann eine kurze Rückmeldung zur kontaktlinsentechnischen Einordnung, Messlage und Versorgungssituation hilfreich sein.

Verordnung, Kostenvoranschlag und Krankenkasse

Sklerallinsen und andere Spezialkontaktlinsen können bei bestimmten medizinischen Indikationen ärztlich verordnet und im Rahmen der Hilfsmittelversorgung durch die Krankenkasse geprüft werden. Die ärztliche Verordnung erfolgt durch die behandelnde Augenärztin oder den behandelnden Augenarzt.

Ich unterstütze bei der kontaktlinsentechnischen Einordnung, Anpassung, Dokumentation und Aufbereitung relevanter Messdaten für Kostenvoranschlag und Genehmigungsprüfung. Die Entscheidung über Genehmigung oder Kostenübernahme trifft die jeweilige Krankenkasse; eine Kostenübernahme kann deshalb nicht pauschal zugesagt werden.

GKV-Orientierung nach Hilfsmittel-Richtlinie

Wann sind Sehhilfen verordnungsfähig?

  • Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres: grundsätzlich verordnungsfähig.
  • Ab 18 Jahren bei bestkorrigiertem Visus am besseren Auge ≤ 0,3 oder beidäugigem Gesichtsfeld ≤ 10° bei zentraler Fixation.
  • Ab 18 Jahren außerdem bei Myopie oder Hyperopie ≥ 6,25 dpt oder Gesamtastigmatismus ≥ 4,25 dpt auf mindestens einem Auge.

Kontaktlinsen-Indikation

Wann kommen Kontaktlinsen zur Verbesserung der Sehschärfe hinzu?

  • § 15 nennt unter anderem Keratokonus und irregulären Astigmatismus mit mindestens 0,2 logMAR, also 2 Visus-Stufen, Verbesserung gegenüber Brillengläsern.
  • Weitere Beispiele sind hohe Myopie oder Hyperopie, Astigmatismus rectus/inversus oder obliquus, Aphakie und Anisometropie.
  • Formstabile Kontaktlinsen sind in der Richtlinie die Regelversorgung; weiche Kontaktlinsen brauchen eine besondere Begründung.

Wichtig bei irregulärer Hornhaut und therapeutischen Versorgungen

Bei Keratokonus, irregulärer Hornhaut, Zustand nach Keratoplastik oder therapeutischer Versorgung der Augenoberfläche stützt sich die medizinische Notwendigkeit häufig auf die konkrete augenärztliche Indikation und den dokumentierten funktionellen Bedarf. Die genannten Refraktions- und Visusgrenzen sollten daher nicht so verstanden werden, dass komplexe Hornhaut- oder Oberflächenfälle diese Werte zwingend erreichen müssen.

Für die praktische Formulierung einer Sehhilfenverordnung kann die vertiefende Übersicht auf sklerallinse.de hilfreich sein: Verordnung, Muster 8 und Spezialkontaktlinsen.

Rechtlicher Orientierungsrahmen: Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses, insbesondere § 12, § 15 und § 17. Stand der Prüfung: Fassung in Kraft seit 16.05.2025. Maßgeblich bleiben die jeweils gültigen Vorgaben der Krankenkassen und Vertragspartner.

Vorträge, Seminare und Veröffentlichungen

Für Fachkreise ist wichtig, dass eine Spezialkontaktlinsenversorgung nachvollziehbar eingeordnet wird: mit Erfahrung, Fallberichten, Wissenstransfer, Studienbezug und klarer Zusammenarbeit zwischen Augenheilkunde und spezialisierter Kontaktlinsenanpassung.

Fachartikel und Fallberichte

Auf der Veröffentlichungen-Seite sind Beiträge zu Sklerallinsen, Keratokonus, Hydrops, trockenem Auge, neurotropher Keratopathie, Iris-Print-Linsen und interdisziplinärer Versorgung gebündelt.

Veröffentlichungen ansehen

Seminare und Wissenstransfer

Rückblick auf Seminare für Augenoptiker, Optometristen, Augenärzte und medizinisches Fachpersonal, unter anderem zu Sklerallinsen, Keratokonus, Krankenkassenabrechnung und Kommunikation.

Bisherige Seminare ansehen

Vortrag an der FIT-Tagung

Vortrag zur Kontaktlinsenanpassung mit der Pentacam auf der 5. FIT-Tagung der Augenklinik Frankfurt am Main.

FIT-Tagung-Beitrag lesen

Evidenz und fachliche Orientierung

Die Auswahl ersetzt keine Leitlinie und keine augenärztliche Therapieentscheidung. Sie zeigt aber, warum Spezialkontaktlinsen in komplexen Fällen fachlich sinnvoll geprüft werden können. Ergänzend sind eigene Fachbeiträge von Gero Mayer verlinkt, damit die Literatur nicht abstrakt bleibt, sondern in versorgungsnahen Fallkontext eingeordnet wird.

Keratokonus und Lebensqualität

Studienkern: Mini-Sklerallinsen können bei Keratokonus Sehleistung und sehbezogene Lebensqualität verbessern.

Eigene Einordnung: Keratokonus, Crosslinking, weiche Speziallinsen sowie Anpassung und Wirtschaftlichkeit sind auf der Veröffentlichungen-Seite gebündelt.

Kreps et al., Cornea, 2021. DOI: 10.1097/ICO.0000000000002518 · PMID: 32947413

Nach kornealem Hydrops

Studienkern: Nach abgeheiltem Hydrops kann eine Sklerallinsenversorgung als Rehabilitationsoption geprüft werden, bevor invasivere Schritte im Raum stehen.

Eigene Einordnung: Der Fachbeitrag zum Hydrops beschreibt die interdisziplinäre Zusammenarbeit vom akuten Verlauf bis zur optischen Rehabilitation.

Kreps et al., Cornea, 2019. DOI: 10.1097/ICO.0000000000001946 · PMID: 31170103

Keratoplastik-Risiko bei Keratokonus

Studienkern: Eine erfolgreiche Versorgung mit formstabilen oder Sklerallinsen wurde in einer Studie mit einem geringeren Risiko einer Keratoplastik assoziiert.

Eigene Einordnung: Der Beitrag zur Keratokonusversorgung nach Keratoplastik ordnet Brille, weiche Speziallinsen und formstabile Systeme fallbezogen ein.

Ling et al., Cornea, 2021. DOI: 10.1097/ICO.0000000000002388 · PMID: 32452985

Schweres trockenes Auge / GvHD

Studienkern: Sklerallinsen können bei schwerer okulärer Oberfläche, etwa bei chronischer GvHD, Schmerzen, Lichtscheu und Alltagstauglichkeit positiv beeinflussen.

Eigene Einordnung: Die Fachbeiträge zu trockenem Auge und neurotropher Keratopathie zeigen die Versorgung als interdisziplinären Baustein.

Jacobs & Rosenthal, Cornea, 2007. DOI: 10.1097/ICO.0b013e318155743d · PMID: 18043175

Pädiatrische Spezialfälle

Studienkern: Auch bei Kindern können Sklerallinsen in ausgewählten Indikationen langfristig eine Rolle spielen; Handling und Kontrolle bleiben dabei besonders wichtig.

Eigene Einordnung: Beiträge zum Riley-Day-Syndrom beschreiben Schutz- und Rehabilitationsaspekte in seltenen, besonders kontrollbedürftigen Versorgungen.

Severinsky & Lenhart, Contact Lens and Anterior Eye, 2022. DOI: 10.1016/j.clae.2021.101452 · PMID: 33947639

Kontraindikationen beachten

Studienkern: Sklerallinsen sind nicht automatisch für jedes Auge geeignet. Potenzielle Kontraindikationen, Sauerstoffversorgung, Handling und Kontrollintervalle müssen fachlich geprüft werden.

Eigene Einordnung: Gerade bei akuter Entzündung, instabiler Oberfläche, unzureichendem Handling oder fehlender Kontrollmöglichkeit muss eine Versorgung zurückgestellt oder anders geplant werden.

Fadel & Kramer, Contact Lens and Anterior Eye, 2019. DOI: 10.1016/j.clae.2018.10.024 · PMID: 30392894

Eigene Fachbeiträge von Gero Mayer

Die Veröffentlichungen bündeln Fallberichte und Fachartikel zu Keratokonus, Crosslinking, Hydrops, Keratoplastik, trockenem Auge, neurotropher Keratopathie, Riley-Day-Syndrom sowie Iris-Print- und Okklusionslinsen.

Häufige Fragen aus Praxen und Kliniken

Wann kann eine Vorstellung zur Spezialkontaktlinsen-Einschätzung sinnvoll sein?

Bei Keratokonus, PMD, Zustand nach Keratoplastik, Hornhautnarben, irregulärer Hornhaut, schwerer Augenoberfläche, Hydrops-Verlauf, Iris- oder Pupillenproblemen sowie bei Unverträglichkeit bisheriger Kontaktlinsen kann eine spezialisierte Einschätzung sinnvoll sein.

Welche Befunde helfen vor dem Termin?

Hilfreich sind Diagnose und Verlauf, aktuelle Refraktion und bestkorrigierter Visus, Topographie oder Tomographie, Hornhaut- oder Transplantatstatus, bisherige Kontaktlinsendaten, Beschwerden, Tragezeiten und bei Augenoberflächenproblemen Angaben zu Tränenfilm, Lidrand, Entzündung und Medikation.

Wer entscheidet über Diagnose, Therapie und Verordnung?

Diagnose, Therapieentscheidung und ärztliche Verordnung bleiben bei der behandelnden Augenärztin, dem behandelnden Augenarzt oder der Augenklinik. Ich unterstütze mit kontaktlinsentechnischer Einschätzung, Anpassung, Dokumentation und Verlaufskontrolle.

Wann sind Kontaktlinsen zur Verbesserung der Sehschärfe verordnungsfähig?

Die Hilfsmittel-Richtlinie nennt unter anderem Keratokonus, irregulären Astigmatismus mit mindestens 0,2 logMAR Verbesserung gegenüber Brillengläsern, hohe Myopie oder Hyperopie, Aphakie und Anisometropie. Formstabile Kontaktlinsen sind dabei die Regelversorgung; weiche Kontaktlinsen benötigen eine besondere Begründung.

Wann ist eine Sklerallinse nicht oder nur eingeschränkt geeignet?

Eine Sklerallinse muss zurückgestellt oder besonders eng geprüft werden, wenn akute Entzündung, instabile Augenoberfläche, unzureichende Sauerstoffversorgung, fehlendes Handling, mangelnde Hygiene oder keine zuverlässige Kontrollmöglichkeit bestehen.

Gibt es für Praxen und Kliniken ein zusätzliches Formular?

Nein. Für Patientinnen und Patienten ist die strukturierte Speziallinsen-Anfrage der beste Einstieg. Fachliche Rückfragen von Praxen und Kliniken können direkt per E-Mail mit kurzer Fragestellung gestellt werden.

Bestehende Anfrage nutzen oder direkt Kontakt aufnehmen

Für Patientinnen und Patienten mit Keratokonus, Sklerallinsen-Fragestellung, Keratoplastik, trockenem Auge oder Iris-Print-/Okklusionslinsen ist die strukturierte Speziallinsen-Anfrage der beste erste Schritt. Für fachliche Rückfragen von Praxen und Kliniken gibt es keinen zusätzlichen Formularweg; dafür reicht eine direkte E-Mail mit kurzer Fragestellung.